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Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial von Energieeinsparungen. Die von der IHK Nürnberg entwickelte Weiterbildung „European EnergyManager“ kommt diesem Trend entgegen.

Die Nürnberger IHK führt seit nun 15 Jahren den Lehrgang EnergieManager (IHK) | European EnergyManager (EUREM) durch. Der berufsbegleitende Weiterbildungskurs richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmen, die ihr Energiemanagement effizienter gestalten und damit ihr Einsparungspotenzial nutzen möchten. Am 22. und 23. April kamen mehr als 170 Energiemanager aus 19 Ländern zum Erfahrungsaustausch im Rahmen der 6. Internationalen EUREM-Konferenz in Prag zusammen. Ein umfangreiches Workshop-Angebot deckte die gesamte Bandbreite der Energieeffizienzprojekte ab. Außerdem wurden über 40 besonders erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer und Gastgeber der diesjährigen Konferenz Bernard Bauer ist von den Zielen des Programms überzeugt: „Durch diese berufsbegleitende Ausbildung leisten wir einen sehr konkreten Beitrag zur Energiebilanz der tschechischen Volkswirtschaft. Wir möchten zeigen, dass das Potenzial für Energieeinsparung in der Wirtschaft enorm ist. Zugleich ist der Aufwand vergleichsweise gering, um schnelle Einsparungserfolge in der Praxis zu erzielen.“

Dr. Robert Schmidt, Vorsitzender des International EUREM-Consortiums und Leiter des Geschäftsbereichs Innovation|Umwelt der IHK Nürnberg für Mittelfranken, betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit: „Wettbewerbsfähigkeit, Ökologie und Sicherheit der Energieversorgung – in diesem Dreiklang bewegen wir uns. Ein regelmäßiger Austausch wie in Prag, ein internationales ‚Klassentreffen‘ der Energiemanager ist dafür von besonderer Bedeutung.“

Ein Highlight der Konferenz war die Verleihung des EUREM Awards. Vier Projekte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen wurden damit prämiert. Besonders freute sich Dr. Schmidt darüber, dass erneut auch ein Projekt aus Mittelfranken ausgezeichnet wurde. In der Kategorie der kleinen Betriebe hat Benjamin Kloos von Kitzmann Bräu den zweiten Platz erreicht. Der Energiemanager beschäftigte sich mit der Kühltechnik in der Brauerei. Die Anlagen zur Kälteerzeugung beanspruchen den größten Teil des Stromaufkommens, denn die Gärung der Biere erfordert Temperaturen von 8 -10 Grad Celcius. Kloos stattete beispielsweise die Pumpen in der Kühlung mit Frequenzumrichtern aus. Diese passen die Leistung der Pumpen an den tatsächlichen Bedarf an. Insgesamt liegt in Kloos‘ Projekt ein Einsparpotenzial von ca. 55.000 kWh pro Jahr.

6. Internationale Konferenz für Europäische EnergieManager

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