Die Anfänge der Internationalen Konferenz für Europäische Energiemanager

Hier finden Sie Informationen über die Anfangszeit der EUREM Konferenzen:

1. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

Die 1. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager war ein voller Erfolg. Am 5. und 6. März 2009 fand die erste EUREM-Konferenz in der Industrie-und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken statt. Die Mehrzahl der über 130 teilnehmenden EnergieManager aus 8 verschiedenen Ländern kamen aus Deutschland, Österreich und Tschechien. In insgesamt 12 Workshops und mehreren Fachvorträgen zu energiespezifischen Themen wurden zahlreiche neue Entwicklungen sowie Best Practice-Lösungen aufgezeigt.

Seit der ersten EUREM-Konferenz vor 6 Jahren hat sich die Anzahl der Europäischen EnergieManager fast verdreifacht. Auch die Anzahl der Teilnehmer an den Internationalen Konferenzen nimmt von Jahr zu Jahr zu.

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2. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

Während der 2. Internationalen Konferenz für Europäische Energiemanager am 29. und 30. April 2010 in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien wurden erstmalig die EUREM-Awards für erfolgreiche betriebliche Energieeffizienzprojekte vergeben. 7 herausragende Projekte aus Spanien, Tschechien, Deutschland, Finnland, Slowenien und zwei aus Österreich wurden in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetriebe mit dem EUREM-Award ausgezeichnet.

Die Konferenz bat den Teilnehmern Neuigkeiten und Informationen über Energieeffizienzprojekte in allen Bereichen des betrieblichen Energiemanagements, wie zum Beispiel Druckluft, Kraft-Wärme-Kopplung oder Beleuchtung. Im Vergleich zur ersten EUREM-Konferenz stieg die Anzahl der Teilnehmer vor allem durch die simultane Übersetzung aller Vorträge und einer Vielzahl der Workshops auf Englisch.

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3. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

Am 10. und 11. November 2011 fand die 3. EUREM-Konferenz in Prag statt. Im Vordergrund stand der Austausch und die Vernetzung der Trainingsanbieter und Trainer, die Energiemanager Kurse in verschiedenen EU-Ländern anbieten.

In zahlreichen Workshops wurden aktuelle Entwicklungen und Best Practice-Lösungen vorgestellt. Die vorrangigen Energieeffizienzthemen waren Elektrische Antriebe, Green IT, Rückgewinnung von Prozesswärme und Smart Metering, also die intelligente Energiemessung. Das Highlight war, wie auch im vorherigen Jahr, die Verleihung der EUREM-Awards für außergewöhnliche Energieeffizienzprojekte. Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an Energiemanager aus Spanien, Frankreich, Österreich, Tschechien und Slowenien.

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7. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

Sie belasten nicht die Wirtschaft, sondern sie entlasten sie, sie verursachen keine Kosten, denn sie entwickeln Lösungen, die sich zeitnah amortisieren, unterm Strich also Kosten einsparen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken – und damit noch eine Menge für den globalen Klimaschutz tun.

Die Energiewende findet nicht nur in Deutschland statt. Spätestens seit dem Klimaschutzabkommen von Paris, welches am 4. November 2016 in Kraft trat, haben sich zahlreiche Länder zu mehr Energieeffizienz und dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien verpflichtet. Die deutsche Wirtschaft hat sich bereits mehrfach zu den nationalen und internationalen Zielen zur CO2-Einsparung und zum Ausbau der erneuerbaren Energien bekannt. Im Detail stellt die Umsetzung der Energiewende insbesondere den Mittelstand aber vor immer neue Herausforderungen.

Viele Unternehmen nehmen diese Herausforderung an und setzen dabei auf freiwillige Maßnahmen. Dass diese Maßnahmen auch einen Mehrwert für das Unternehmen selbst haben, zeigt die Qualifizierung von Mitarbeitern zu „Europäischen EnergieManagern“, kurz: EUREM. Diese Qualifizierung wurde vor mehr als zehn Jahren federführend durch die Industrie- und Handelskammer Nürnberg entwickelt und seitdem auch international erfolgreich umgesetzt.

Wie die diesjährige 7. Internationale Konferenz für Europäische EnergieManager in Berlin zeigte, ist aus dieser Qualifizierung ein internationaler Energieeffizienz-Exportschlager geworden. Mehr als 200 Energiemanager/innen aus mehr als 24 Staaten kamen zusammen und diskutierten über ihre neuesten Effizienzprojekte. Erfreulicherweise gibt es weltweit bereits mehr als 5.000 dieser Botschafter der Energieeffizienz in den Betrieben, so dass nur ein Bruchteil der Musterprojekte vor den Vorhang gebeten werden konnte. Dennoch können wir durch die Vorbildwirkung dieser Projekte und ihrer Erfinder viel gewinnen. Denn die Wirkungen vieler dieser Projekte lassen sich leicht mit zehn oder 100 multiplizieren, weil die Konzepte auch in anderen Betrieben oder Bereichen übertragbar und voll umsetzbar sind.

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5. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

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Auf großes Interesse stieß die 5. Internationale Konferenz der Europäischen EnergieManager (EUREM), die am 14./15. Mai in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Wien stattfand. Rund 200 Energieexperten aus der Industrie, von mittelständischen Unternehmen, Energieversorgern und Energiedienstleistern aus dem In- und Ausland kamen, um sich über die aktuellen Trends rund um effizientes Energiemanagement zu informieren und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Fachlicher Austausch in zwölf Workshops

In zwölf thematisch breit aufgefächerten Workshops präsentierten Trainer und Energiemanager anhand konkret umgesetzter Energieeffizienzprojekte, welche Maßnahmen sich energetisch und wirtschaftlich lohnen. Die Energiemanager, die ein Zertifikat nach internationalen Standard erworben haben, haben eine Aufgabe: Projekte zu entwickeln, die dem Betreiber durch vermiedenen Energieaufwand Geld ersparen. Teilweise gelingt dies sogar mit Amortisationsdauern im Bereich von 1 – 2 Jahren.

Ein im Zusammenhang mit steuerlichen Erleichterungen im Energiebereich aktuell diskutiertes Konferenzthema war der Aufbau von Energiemanagementsystemen, den immer mehr Betriebe vorbereiten oder schon eingeleitet haben. Neu ist der Trend zum Einsatz von Photovoltaik in Gewerbe und Industrie zur Eigenstromproduktion.

Klassiker bei den Workshops waren auch in diesem Jahr wieder die Rückgewinnung von Prozesswärme, die Überarbeitung veralteter Druckluftsysteme und die Modernisierung der Beleuchtungssysteme. Erstmals wurden Mobilitätskonzepte der Unternehmen und die thermisch-energetische Sanierung von Betriebsgebäuden in die Konferenz aufgenommen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der EUREM-Awards für herausragende betriebliche Energieeffizienzprojekte. Die diesjährigen Preisträger, die auf Basis der Nominierungen der Kursanbieter in einem Votingverfahren ermittelt wurden, stammen aus Deutschland, Tschechien, Slowenien, Finnland und, erstmals, Chile. Sie verteilen sich auf kleine, mittlere und große Unternehmen.

Energiesparen rechnet sich für Betriebe und Umwelt

Dass das EUREM-Programm am Puls der Zeit liegt, zeigen die aktuellen Daten: Das weltweite Netzwerk hat bereits rund 4.000 Mitglieder in 27 Staaten. In jedem Projekt, das ein EnergieManager umsetzt, können durchschnittlich 400 MWh/a, bzw. rund 30.000 Euro Energiegkosten pro Jahr eingespart werden.

4. Internationale Konferenz für Europäische Energiemanager

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Am 11. und 12. April 2013 fand in der IHK Nürnberg die 4. Internationale Konferenz für Europäische EnergieManager im Rahmen der EUREM-Initiative statt. Mehr als 200 Energieexperten aus 15 Staaten haben sich zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Zunächst wurden die aktuellen Entwicklungen zum Praxistraining der European EnergyManager (EUREM) in den einzelnen Ländern vorgestellt. Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv und der Erfolg in den Unternehmen nicht mehr weg zu diskutieren. Ausgangspunkt für dieses internationale Projekt ist die Nürnberger IHK: diese entwickelte und startete im Jahr 1999 diese Trainings- und Expertennetzwerk-Initiative für mehr Energieeffizienz.

In insgesamt 12 themenbezogenen Workshops wurden in kleinerem Kreis zahlreiche neue Entwicklungen und Best Practice-Lösungen aufgezeigt. Hier finden sich die wichtigen, „klassischen“ Effizienzthemen“, wie Energieeffiziente Gebäude, Kraft-Wärme-Kopplung, elektrische Antriebe oder Beleuchtung. Aber auch neue Fragestellungen wurden in den Workshops aufgegriffen. Im Bereich Energiemanagement beispielsweise gestaltet sich der optimale Energieeinkauf für die Unternehmen zunehmend komplexer, da internationale Normen beim Aufbau von Energiemanagementsystemen Einzug halten. Ein anderer vergleichsweise neuer Ansatz liegt im Bereich der Green IT. Hier steht der effiziente Umgang mit Energie in den Serverräumen, Rechenzentren und der einzelnen PCs im Unternehmen im Vordergrund. Enormes Potential zur Energieeinsparung liegt auch beim Umgang mit Druckluft vor. Druckluft ist als Energiekomponente häufig zu finden und für viele Unternehmen nicht zu ersetzen. Allerdings ist diese Energieform auch teuer und wird in der Regel mit geringem Wirkungsgrad erzeugt. Dies sind nur einige Beispiele aus einem wesentlich breiteren Spektrum des Programms.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des EUREM-Awards. Damit will das internationale EUREM Konsortium die herausragende Leistung, die Kreativität und das Engagement der EnergyManager auszeichnen, die in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen mit Beispielwirkung gesetzt haben. Die Auszeichnung wird in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetriebe vergeben und ging in diesem Jahr an herausragende Energiemanager aus Italien, Tschechien und Slowenien. Renato Belafonte, Vidrala Italia srl, Italien (Kleinbetrieb), erhielt die Auszeichnung für die Optimierung von Ventilatorleistungen zur Kühlung von Gusseisenformen. Mit einer flexiblen und bedarfsgerechten Regelung der Kühlluft kann enorm Strom gespart werden. In der Automobilbranche beschäftigt sich Martin Broz, Johnson Controls Autobatterie (Mittlerer Betrieb), Tschechien, mit der Einsparung von Druckluft durch eine gemeinsame Ansteuerung mehrerer Kompressoren, die dann stets nur die benötigte Menge an Druckluft erzeugen. Bei den Großbetrieben geht die Auszeichnung an Aljaz Bratina von Posta Slovenije d. o. o. Maribor, Slowenien, der im Unternehmen über ein Umwelt- und Energiemanagement gleich bei mehreren Energieträgern Einsparungen erzielen konnte.

EUREM bietet jedoch wesentlich mehr. EUREM ist ein internationales Netzwerk, das mehr als 3.000 Energieeffizienzexperten umfasst. Der Erfahrungsaustausch erfolgt virtuell über das „eForum“ sowie persönlich durch Workshops und internationale Konferenzen. Seit der Einführung im Jahr 1999 durch die IHK Nürnberg steigt das Interesse und die Anzahl der EnergyManager kontinuierlich an.

6. Internationale Konferenz für Europäische EnergieManager

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Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial von Energieeinsparungen. Die von der IHK Nürnberg entwickelte Weiterbildung „European EnergyManager“ kommt diesem Trend entgegen.

Die Nürnberger IHK führt seit nun 15 Jahren den Lehrgang EnergieManager (IHK) | European EnergyManager (EUREM) durch. Der berufsbegleitende Weiterbildungskurs richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmen, die ihr Energiemanagement effizienter gestalten und damit ihr Einsparungspotenzial nutzen möchten. Am 22. und 23. April kamen mehr als 170 Energiemanager aus 19 Ländern zum Erfahrungsaustausch im Rahmen der 6. Internationalen EUREM-Konferenz in Prag zusammen. Ein umfangreiches Workshop-Angebot deckte die gesamte Bandbreite der Energieeffizienzprojekte ab. Außerdem wurden über 40 besonders erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer und Gastgeber der diesjährigen Konferenz Bernard Bauer ist von den Zielen des Programms überzeugt: „Durch diese berufsbegleitende Ausbildung leisten wir einen sehr konkreten Beitrag zur Energiebilanz der tschechischen Volkswirtschaft. Wir möchten zeigen, dass das Potenzial für Energieeinsparung in der Wirtschaft enorm ist. Zugleich ist der Aufwand vergleichsweise gering, um schnelle Einsparungserfolge in der Praxis zu erzielen.“

Dr. Robert Schmidt, Vorsitzender des International EUREM-Consortiums und Leiter des Geschäftsbereichs Innovation|Umwelt der IHK Nürnberg für Mittelfranken, betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit: „Wettbewerbsfähigkeit, Ökologie und Sicherheit der Energieversorgung – in diesem Dreiklang bewegen wir uns. Ein regelmäßiger Austausch wie in Prag, ein internationales ‚Klassentreffen‘ der Energiemanager ist dafür von besonderer Bedeutung.“

Ein Highlight der Konferenz war die Verleihung des EUREM Awards. Vier Projekte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen wurden damit prämiert. Besonders freute sich Dr. Schmidt darüber, dass erneut auch ein Projekt aus Mittelfranken ausgezeichnet wurde. In der Kategorie der kleinen Betriebe hat Benjamin Kloos von Kitzmann Bräu den zweiten Platz erreicht. Der Energiemanager beschäftigte sich mit der Kühltechnik in der Brauerei. Die Anlagen zur Kälteerzeugung beanspruchen den größten Teil des Stromaufkommens, denn die Gärung der Biere erfordert Temperaturen von 8 -10 Grad Celcius. Kloos stattete beispielsweise die Pumpen in der Kühlung mit Frequenzumrichtern aus. Diese passen die Leistung der Pumpen an den tatsächlichen Bedarf an. Insgesamt liegt in Kloos‘ Projekt ein Einsparpotenzial von ca. 55.000 kWh pro Jahr.